Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften

Bisher wurden die Produzenten der durch Lebensmittelkooperativen verteilten Waren hauptsächlich unpersönlich und indirekt behandelt. Das muss aber nicht sein: In sogenannten Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften arbeiten beide Seiten der Produktionskette direkt zusammen, die Erzeuger können also direkt für den Bedarf der Food-Coops produzieren. Beide Seiten gehen also längerfristige wirschaftliche Beziehungen ein, die sie unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen machen und beidseitig die Planungssicherheit erhöhen. Der Food-Coop kann das Vermeiden des Zwischenhandels auch günstigere Einkaufspreise bringen, ohne bei den Erzeugern Preisdruck auszuüben.
Durch den längerfristigen Charakter ist der Aufbau von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften eher für größere, etablierte Food-Coops bzw. solche in Städten mit anderen, bereits Existierenden geeignet, an deren Abnahme sich eventuell beteiligt werden kann.