Gründung einer Lebensmittelkooperative

Unsere Ernährung ist wesentlich für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Im weiteren Sinne gilt dies nicht nur für die Nahrung selbst, die wir zu uns nehmen, sondern auch für ihre Entstehungsbedingungen - schließlich bleiben auch alle Schadstoffe, die für die Produktion freigesetzt werden Teil des Ökosystems. Durch die zunehmende mediale Thematisierung der Nebenwirkungenen konventioneller Produktion, erinnert sei nur an die vielen Lebensmittelskandale und die massiven Umweltschäden, wächst bei einem zunehmenden Teil der Bevölkerung das Interesse an Nahrungsmitteln aus ökologischem Anbau.

Lebensmittelkooperativen (oft werden sie auch Food-Coops genannt) sind eine Möglichkeit, den eigenen Bedarf daran in Eigenregie zu befriedigen. Bei Lebensmittelkooperativen handelt es sich um den Zusammenschluss von ehrenamtlich arbeitenden interessierten Personen, die gemeinsam den Bezug von kostengünstigen ökologisch hergestellten Produkten aus ihrer Region und fair gehandelten Waren aus anderen Ländern beziehen.
Die Beteiligten organisieren dabei selbst alle Ebenen der Beschaffung - vom Ankauf über die Lagerung bis hin zur Verteilung der Lebensmittel. Das ermöglicht ihnen den Zugang zu hochqualitativen, nachhaltigen Produkten zu vertretbaren Preisen.

Die konkrete Form und das Angebot einer Lebensmittelkooperative variiert je nach der Interessenlage ihrer Mitglieder. Oft organisieren sie die Belieferung durch Produzenten aus der Region, weil sie ökologischen Kosten von überregionalem Transport vermeiden wollen. Gleichzeitig fördert dies die regionale Landwirtschaft. Gleichzeitig spielt auch die soziale Ebene der Produktion eine Rolle - oft streben Lebensmittelkooperativen Handelsbeziehungen an, die sich als solidarische Ökonomie umschreiben lassen.

Gründung und der Betrieb einer Food-Coop sind allerdings nicht ohne Hürden. Nach unserer Erfahrung gibt es oft mehr Interessierte als vorhandene Food-Coops. Auf der Suche nach den Gründen viel uns auf, dass es wenig vorhandenes, gut strukturiertes und verfügbares Wissen zur Thematik gibt. Diese Lücke soll der Food-Coop-Leitfaden füllen.