Lager-Food-Coop

Mit der Zeit wächst die Zahl der Mitglieder in einer Food-Coop - und mit ihnen der Bestellumfang und die Komplexität der BEziehungen zu den Händlern und Produzenten. Teilweise entscheiden sich die Mitglieder dann, die Organisationsform ihrer Kooperative den neuen Verhältnissen anzupassen - eine Lager-Food-Coop entsteht.
Bei Lager-Food-Coops wird nicht mehr nur für die unmittelbare Abnahme bestellt. Stattdessen steht ein Raum zur Verfügung, in dem haltbare Ware vorrätig gehalten wird, bis sich unter den Mitgliedern AbnehmerInnen finden. Zwar steigen durch die Mehrbedarf an Platz doe laufenden Kosten, doch bietet das Lager den großen Vorteil, dass erstens leichter die Mindestbestellmengen der Händler erreicht werden können und zweitens der Planungsdruck des eigenen Konsums bei den Mitgliedern sinkt - wenn jetzt unerwartet ein Glas Marmelade alle ist, dann kann man es schnell nachkaufen, ohne eine Woche auf die nächste Lieferung warten zu müssen.
Allerdings kann die Ware, wenn sich keine AbnehmerInnen finden, auch schlecht werden, was Kosten für die Gruppe verursacht. Es sollten hier also nur Produkte eingelagert werden, bei denen ein Bedarf wahrscheinlich ist.
Die Organisation und Abrechnung von Bestellungen, die Verwaltung der gelieferten Waren und ähnliche anfallende Aufgaben werden unter den Mitgliedern aufgeteilt. Eine Lager-Food-Coop ist durch gemeinsames Erledigen der Aufgaben und das Vorhandensein fester Räume gleichzeitig auch ein sozialer Treffpunkt.