Viele Formen - ein Begriff

Unter dem zusammenfassenden Begriff Food-Coop verbirgt sich eine Vielzahl von verschiedenen Organisationsformen. Selbstversorger-Kooperativen; Lebensmittel-, Verbraucher- oder Einkaufsgemeinschaften; Mitgliederladen; Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften; Community Supported Agriculture ... - all diese Varianten setzen jeweils eigene strukturelle Schwerpunkte, die Übergänge zu den anderen Formen sind dabei aber oft fließend. Genauso verschieden wie die Bedürfnisse der teilnehmenden Personen sind auch die Ausprägungen der einzelnen Food-Coops selbst.

In einigen bestimmten Grundsätzen und Zielen ähneln sich die meisten Food-Coops jedoch stark: Sie entstammen den selben sozialen Strömungen, aus denen auch andere solidarische Gemeinschaften wie Tauschringe und Wohnprojekte hervorgingen. Entsprechend spielt die Idee von kooperativen Interagierens in Alternative zum üblichen Konkurrenzverhalten eine große Rolle. Food-Coops sind freiwillige, kooperative Zusammenschlüsse, in denen alle teilnehmenden Personen eine Stimme haben, ähnlich der Struktur einer Genossenschaft. Aufgrund dieser Organisationsform stellen Food-Coops nicht nur eine praktische und günstige Einkaufsmöglichkeit dar, sondern schaffen Räume für weiteren sozialen Austausch, sind Übertragungspunkt für Neuigkeiten und Informationen. Damit stehen Food-Coops im Gegensatz zu Funktionsweise profitorientierter Unternehmen, bei denen die Interaktionen mit den Kundinnen und Kunden letztlich nur notwendiges Mittel zum Zweck sind.